Dirk
Reininghaus ist ein Vertreter der Avantgarde-Küche. Er verwendet
Spritzen und molekulare Substanzen. Doch Vorsicht: Es kommt zu
Geschmacksexplosionen
Es wabert der Dunst, es
knistert und krickelt. Denn Dirk Reininghaus tischt "Ceasars
Salad bei minus 196 Grad" auf, ein Gericht aus der
Avantgarde-Küche. Früher hieß das "molekulares Kochen", aber
das hören viele Köche nicht mehr so gern, weil das in ihren
Augen nach Effekthascherei klingt. Avantgarde-Küche soll
dagegen heißen, dass man sich bei manchen Gerichten moderner
Techniken
und Zusatzstoffe bedient, die neue Geschmackserlebnisse
bieten. Dirk Reininghaus bietet Kurse auch für Hobbyköche
an.
Für seinen
Salat hat Reininghaus Römersalat geviertelt und mit einer langen
Pinzette in flüssigen Stickstoff gehalten. Das dampfende Teil
legt er geschwind auf einen Teller und gießt die Soße, ein
Gedicht aus Eigelb, Traubenkernöl, Worcestershiresoße und
Sardellenpaste darüber, die mit leisem Knacken und Knistern
gefriert. Ein paar selbst gemachte Croutons dazu - fertig. Und
so was Gefriergetrocknetes soll schmecken?
Eigentümlicherweise entwickelt der sonst eher langweilige Salat
beim Schmelzen im Mund einen richtig frischen Geschmack. Und die
Knobi-Zwiebel-Senf-Note der Soße kommt voll zu Geltung. Das
"Kochen" mit Stickstoff ist eher ein Nebenprodukt einer Serie
von Experimenten, die Wissenschaftler unternommen haben, als sie
vor einigen Jahren den chemischen und physikalischen Vorgang
beim Kochen, Braten, Schmoren, Frittieren und Aufschäumen
auseinandergenommen und neu wieder zusammengesetzt haben. Unter
anderem kam dabei heraus, dass flüssiger Stickstoff zu knackiger
Kruste und kurzem, aber intensivem Geschmack verhilft. Im
"Landhaus Scherrer" hat Heinz Wehmann seine Patissiers zeitweise
Basilikumblätter und Schokoladencreme in Stickstoff tunken und
den Gästen auf die Zunge platzieren lassen. Die waren begeistert
von den kleinen Geschmacksexplosionen.
Das
Arbeiten mit Stickstoff ist spektakulär, aber nichts für den
Hausgebrauch. Man bekommt ihn nicht im Laden, sondern nur beim
Spezialisten und unter Beachtung von Vorschriften für
Gefahrgüter. "Man kann sich durch Unachtsamkeit leicht
verletzen", sagt Reinighaus. "Zum Beispiel wenn man einen Löffel
in den Mund steckt, der vom Stickstoff vereist ist."
Lieber
serviert er eine fabelhafte Kalbsbrühe mit frischen Pilzen,
gewürzt mit Teriyakisoße, Korianderkörnern und Rosmarin, in die
er mit einer dicken Plastikspritze eine hellgrüne Flüssigkeit
drückt. Sie besteht aus püriertem Koriander und Blattpetersilie,
Olivenöl, Salz und Metil, einem künstlich hergestellten
Geliermittel auf Cellulosebasis. Kaum in der heißen Brühe
angekommen, bindet die grüne Masse und wird zu kleinen
Schlangen, die wie Nudeln aussehen und wunderbar schmecken: "Kräuterspaghettini
in Kalbsbrühe" ist der klingende Name des Gerichts.
Reininghaus
ist so etwas wie ein gelernter Hobbykoch. Er hat als Manager für
BAT und IBM gearbeitet, das Kochen aber immer als Leidenschaft
betrieben. Im Ruhestand hat er Kurse absolviert bei zahlreichen
Sterneköchen, gewann Wettbewerbe und stieß schließlich bei Heiko
Antoniewicz, einem Schüler Ferran Adriàs, auf die molekularen
Techniken, die er "faszinierend" findet. Freunde fragten ihn, ob
er nicht mal für sie kochen könnte, später ob er nicht auch für
ihre Gäste tun könnte.
So
entwickelte sich seine Firma "cooking-events". Eine Handvoll
interessanter Orte für Veranstaltungen, an denen gekocht und
gegessen wird, hat er inzwischen im Angebot. Das reicht vom
noblen Gossler-Haus in Blankenese über das Luxushausboot im
Hafen bis zum Kochbuchladen im Karo-Viertel.
Reininghaus
kocht mit ausländischen Gästen Hamburger Firmen, mit Bekannten
und mit zahlenden Teilnehmern. Sein Avantgarde-Kochkurs kostet
150 Euro pro Person für neun Gänge, darunter Hummer und
Thunfisch, sowie die Getränke von Cava über zwei Weißweine,
Kaffee und Wasser (www.cooking-events.de). Der nächste Kurs
beginnt am 23. Oktober um 13 Uhr, "denn bei mir müssen alle mit
ran und kochen."
Auch die
Sphärifikation gehört zu den Techniken, die Reininghaus lehrt.
Darunter versteht man ein festes Gel mit einem flüssigen Kern.
So werden manchmal bei Stehempfängen Löffel gereicht, auf denen
ein durchsichtiger Tropfen liegt, vielleicht rot wie eine
Tomatenessenz. Im Mund zerplatzt die Kugel und gibt die
Flüssigkeit frei, die wunderbar nach Tomaten schmeckt. Der
Effekt entsteht durch das Vermischen der Essenz mit
Natriumalginat, ein Überzugsmittel, das in Bio-Lebensmitteln
zugelassen ist. Wird die Essenz nun in ein stark kalziumhaltiges
Bad getropft, geliert die Außenhaut, während der Kern flüssig
bleibt. Träufelt man mit einer Pipette zum Beispiel Fruchtsaft
in winzigen Tröpfchen in die Flüssigkeit, erhält man
wunderschöne Kaviarperlen, die sehr dekorativ aussehen.
Eine
inzwischen sehr häufig angewendete Technik ist das
Sous-Vide-Verfahren. Sous-vide ist das französische Wort für
Vakuum. Reininghaus bereitet in seinem Kurs Hummer und Thunfisch
nach dieser Methode zu, es geht aber auch mit Gemüse und
Fleisch, das wunderbar zart wird. Dazu kommt es in einen
Plastikbeutel, dem die Luft entzogen wird und dann in ein
Wasserbad, das konstant die Temperatur zwischen 50 und 65 Grad
hält. Darin gart zum Beispiel das Fleisch ganz langsam, das
anschließend noch kurz in der Pfanne gebraten wird, um die
leckere, braune Kruste zu erzeugen. Karlheinz Hauser vom
"Süllberg" nennt das "Rückwärtsgaren", denn das Fleisch wird ja
erst innen, dann außen zur essbaren und optisch leckeren
Konsistenz gebracht.
Für die
Avantgardeküche braucht man also das eine oder andere neue
Gerät. Am leichtesten ist noch ein Siphon zu beschaffen, der
wunderbare Schäume (Espumas) herstellt. Mit Stickstoff wird eine
Flüssigkeit oder Creme aufgeschäumt, der vorher etwas Gelatine
oder Ähnliches zugesetzt wurde. Für warme Espuma wird der Siphon
vorher in warmes Wasser gesetzt. Der großporige Schaum bleibt
lange stabil und schmeckt intensiv und köstlich. Dazu eignet
sich alles von der Gänseleber bis zur Erdbeere.
Nur mit
Großmutters Herd und Kasserollen ist es nicht getan. Ein
Thermomix wäre schön, ein Alleskönner, der wiegt, erhitzt,
püriert und knetet. Fürs Sous-Vide-Garen braucht man einen
Thermalisierer, vom Vakuumierer, ganz abgesehen und ein paar
Zusatzstoffe, die es zum Teil im Frische-Paradies oder beim
Gourmet-Versender Bos-Food gibt, gehören auch noch dazu. Ein
paar Tausend Euro kommen da leicht zusammen. Vielleicht
entschließt sich da mancher Hobbykoch, doch lieber eine schöne
neue Bratpfanne zu kaufen.
Dirk Reininghaus aus
Hamburg ist einer von 15 Tee-Botschaftern
In einer
bundesweiten Suchaktion hat Meßmer die größten Tee-Fans aus ganz
Deutschland ermittelt.
Aus einer Vielzahl von Bewerbern wurde Dirk Reininghaus (64) aus
Hamburg als Tee-Botschafter ausgewählt. Er ist einer von
insgesamt 15 Tee-Liebhabern, die sich in besonderer Weise für
die Popularisierung des Tees einsetzen und damit das weltweit
beliebteste Getränk in Deutschland repräsentieren. Neben der
Auszeichnung zum Tee-Botschafter verbringen alle Preisträger ein
Tee-Wochenende in Hamburg und erhalten von Meßmer eine
Gratis-Tee-Versorgung für fünf Jahre.
Hamburg, 06. November 2009
– In einer feierlichen Zeremonie im Meßmer MOMENTUM in der
Hamburger HafenCity wurden die Tee-Fans zu den ersten
Tee-Botschaftern des Landes ernannt. „Unsere Tee-Botschafter
sind Menschen, die voller Leidenschaft für Tee sind und die die
besonderen Momente, die sich mit Tee erleben lassen, zu
inszenieren wissen“, erklärt Jochen Spethmann,
Vorstandvorsitzender der Laurens Spethmann Holding GmbH & Co.
KG, zu der die Marke Meßmer gehört. Ausgewählt wurden die
Tee-Botschafter von einer fachkundigen Jury. Grundlage waren
Bewerbungsbögen, die online ausgefüllt oder postalisch
eingeschickt werden konnten.
Hamburger Abendblatt vom
19.11.2009
Über Dirk Reininghaus:
Ob teegeräucherte Entenbrust
mit Hoi-Sin-Sauce oder ein leckeres Tee-Eis als Dessert: Für
Dirk Reininghaus gibt es fast kein Gericht, das sich nicht mit
Tee verfeinern ließe. Der Hamburger Privatier und Hobbykoch
veranstaltet Kochkurse und -Events und gibt so seine
Begeisterung für den Tee an seine Mitmenschen weiter. Zahlreiche
Auszeichnungen und Urkunden belegen seine Klasse am Herd. Um der
Hektik des Alltags zu entfliehen, gibt es für den 64-jährigen
nichts Schöneres, als mit einer Tasse Tee zu entspannen: „Tee
kann man nicht auf die Schnelle trinken, den muss man genießen.“
Am liebsten gönnt sich der bekennende Genießer dabei grünen oder
weißen Tee.
DIRK REININGHAUS 2. Sieger
beim Whisky & Food Wettbewerb 2009 in
Hamburg. In der Jury saßen Jochen Kempf,
Sternekoch aus
Hamburg,
Chandra Kurt, Whisky-Autorin aus Zürich und
Michael Pech, Chefredakteur vom Magazin
GourmetReise aus Graz.
Neue
Osnabrücker Zeitung November 2008
Hamburger
Abendblatt 2007
Ausgehen in Hamburg 2006/2007
Erlebniskochen Weinschmecken, Frühjahr 2007
Beim Hamburger Kandidaten Dirk Reininghaus
schaut Jurorin Edith Mockel über die
Schulter. Sie gewann den "Hobbykoch-Wettbewerb
2001".
Der Feinschmecker Januar
2004
Wer in
der Lage ist, Berberitze am Geschmack zu
erkennen und dann auch noch eine Poularde
fachgerecht zu filetieren, der hat sich den
Titel des "Hobbykoch des Jahres" wohl
redlich verdient. Vertriebsleiter Dirk
Reininghaus überzeugte die hochkarätige Jury
in Theorie und Praxis ...
IndoChine und
Cooking-Events kooperieren in Sachen asiatischer
Kochkurse im stilwerk
Erstmalig am Mittwoch, dem
8. März 2006 und Samstag, dem 11. März 2006
jeweils ab 18 Uhr bieten das IndoChine
zusammen mit dem mehrfach prämierten und
unterhaltsamen Herrn Dirk Reininghaus, u.a.
„Hobbykoch des Jahres 2003“ (Magazin Der
Feinschmecker), erstmalig Kochkurse im
Bistro vom CoChine im stilwerk an, bei denen
das folgende Menü gemeinsam gekocht wird:
Kartoffelespuma mit foie gras
***
Frische Vietnamesische Reispapierröllchen
gefüllt mit Lachs oder Thunfisch
begleitet von einem IndoChine Dip
***
Seeteufel mit Thaicurryschaum und Thaispargel
mit Gewürzbutter gratiniert. (Gewinnerrezept aus
dem Kochwettbewerb ELLE / Elle Bistro 2005!)
***
Marzipanmousse mit Fruchtpüree und
Pflaumenkernöl
Im Preis von 150,- € /
Person enthalten sind Kochkurs, Warenkunde,
Rezepte zum nach Hause nehmen sowie das Menü
inklusive begleitenden Weinen.
Weitere
Auszeichnungen von Herrn Dirk Reininghaus:
- "Hobbykoch des Jahres 2003" veranstaltet vom
Magazin Der Feinschmecker (Finale in Bad Neuenahr,
Restaurant Steinheuer 2 * im Guide Michelin)
- 2. Platz in
Hamburg beim Wettbewerb "Kocholymp 2004,
veranstaltet von ARD, Stern, Robinson Club.
Insgesamt hatten hier über 7.000 Teilnehmer
mitgemacht.
- Einziger
deutscher Teilnehmer beim "Food Festival" 1997 in
Hongkong
- 2005 im
Halbfinale des Asia Kochwettbewerbs von der
Zeitschrift ELLE bzw. ELLE Bistro den 3. Platz.